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Northern Death Blow Tour - Regensburg - 21.05.2009

Kann es eine schönere Beschäftigung am Männertag geben, als sich für günstige 12,- Euro Eintritt die Ohren von vier brutalen Death Metal Bands freiblasen zu lassen? Dazu gibt’s leckeres vom Grill und Gerstensaft zum Spottpreis von 2,- Euro (0,5l versteht sich). Den musikalischen Anfang machen RIPPED INTO PIECES, die als Support Act für die Northern Death Blow Tour der drei skandinavischen Krachmacher FACEBREAKER, TORTURE KILLER und DEMONICAL aufspielen dürfen. Leider bewegen sich die drei Jungs und das Mädel am Bass viel zu wenig, und mit nur einer Gitarre fehlt auch etwas der Druck in den ansonsten sehr ordentlichen Stücken. Musikalisch bewegt man sich ein wenig im Gebiet von Obituary meets neuere Entombed, also grooviger Old School Death Metal mit rockigem Einschlag. Insgesamt ganz ordentliche Unterhaltung (vor allem das Metallica Cover “Motorbreath” zum Schluss gelingt ziemlich gut) mit etwas steifer Darbietung - ist aber auch das Bühnendebüt der Truppe. Da geht sicher noch mehr.

Als FACEBREAKER die Bühne entern, ist für mich eigentlich schon klar, wer die beste Band des Abends ist. Die Schweden prügeln sich ultrabrutal und fast ohne Pause (ich glaube, es waren sogar nur zwei Ansagen) durch ihre bisherigen zwei Alben und durch Songs wie “Dead, Rotten and Hungry” oder “Bringer of Death”. Musikalisch gesehen siedeln sich FACEBREAKER zwischen Kataklysm und Grave mit deutlicher Thrash Schlagseite an. Für mich überzeugend genug, dass ich mir anschließend sofort beide Alben und ein Tourshirt zulege (tolle Preise, CD je 12,- Euro, Tour Shirt 15,- Euro -> F*** the Commerce).

Dass es doch noch ein Stück besser geht, beweisen anschließend die Finnen von TORTURE KILLER. Mit ihren groovenden Death Metal Monstern der Marke Six Feet Under bringen sie nahezu jede Matte im durchgeschwitzten und gut gefüllten Boiler Room zum bangen. Ein bisher völlig unbekanntes BIld im sonst sehr zurückhaltenden Regensburg. Aber was soll auch mit Songs wie “Sadistic ” oder “Multiple Counts of Murder” groß schief gehen?

Die große Frage des Abends ist nach dem Auftritt von TORTURE KILLER eigentlich nur noch, ob der Headliner DEMONICAL da wirklich noch einen draufsetzen kann. Und tatsächlich… die erst 2006 gegründete Metzeltruppe aus Schweden startet eine der wahnwitzigsten Death Metal Partys, die ich jemals beobachten durfte. Mit nur einer Gitarre lärmt man sich durch ein leicht angeschwärztes Set aus superschnellen, blastbeatdominierten Vernichtungshymnen, und vergisst dabei auch nicht, dass alles eigentlich auch Spaß machen soll. Es gibt einen kleinen Moshpit, Headbanger sowieso, Crowdsurfer, die endlich mal auch mehr als zwei Meter im Boiler Room zurücklegen dürfen und sogar Stagediver (bei nur 20cm Bühnenhöhe wirklich cool).

Fazit:

Alle sind durchgeschwitzt, viele sind betrunken und jeder ist glücklich, an diesem Abend drei erstklassige Death Metal Bands gesehen zu haben. Herausragend war vor allem die Leistung von DEMONICAL, die sich in dieser Form sicher in naher Zukunft als feste Größe in der interantionalen Death Metal Szene etablieren können.

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