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Iron Maiden - Stuttgart (07.12.06)

Iron Maiden + Trivium + Lauren Harris
Schleyerhalle Stuttgart

Am ersten Tag des Vorverkaufs (im April diesen Jahres) stand ich frühmorgens vor der Vorverkaufsstelle um mir eine der ersten Tickets für das Iron Maiden Konzert zu kaufen. Immerhin geben die Herren nur zwei Konzerte in Deutschland. Da heisst es natürlich schnell sein. Dementsprechend wurden Tickets für die beiden Events, unter zuspätgekommenen, auch um die 120€ gehandelt.
Anyway: In der Halle angekommen sicherten wir uns einen Platz direkt vor der Bühne, und liesen uns erstmal von Steve Harris´ Tochter Lauren verzaubern. Wobei das verzaubern eher auf die Optik bezogen ist. Was für ein süßes Mädel: Wahnsinn! Musikalisch war eher einfacher Rock ala Avril Lavigne angesagt. Mrs. Harris´ Stimmchen war auch manchmal ein bisschen arg hoch. Gerade während den Ansagen schmerzten die Ohren doch etwas. Als Augenschmaus aber volle Punktzahl. Da wird die Musik glatt zur Nebensache.
Als nächstes waren die Shooting-Stars Trivium an der Reihe. Selten hat mich eine Band, live, so überzeugt. Die Jungspunde haben definitiv ihre Hausaufgaben gemacht. Old School as Fuck, für ihr Alter. Metallica, Testament und natürlich Maiden sind als Einflüsse jederzeit deutlich zu hören. Und all das ohne krampfhaft auf modern zu machen. Die Jungs sind sichtlich stolz auf ihre Roots und verbinden das mit einer unglaublichen Spielfeude und einer höchst professionellen Performance. Diese Band geht definitiv noch ihre Weg: Und der führt zweifelsohne nach ganz oben!
Ach ja: Das schreibt einer der ansonsten mit Nu Metal/Metalcore (aus diesem Bereich kommen Trivium ja ursprünglich) gar nichts anfangen kann.
Dann endlich gings los: Die Beste Band der Welt legte nach einem kurzen Intro mit “Different world” los. Es war ja vorher schon bekannt das die Briten das komplette “A matter of life and death” Album, am Stück, spielen wollten. Und so geschah es auch. Die ganze Band agierte dadurch ein gutes Stück konzentrierter als man es vielleicht von Maiden gewohnt ist. Das Album ist halt doch ein ganz schön anspruchsvoller Brocken. Selbst das Publikum wirkte konzentriert. Natürlich darf man diese Aktion scheiße finden, aber ich denke die Band wollte sich einfach selbst beweisen das sie in der Lage ist diesen Brocken komplett live zu zocken. Ich muss allerdings zugeben das nach ca. acht Songs die Luft etwas raus war. Vielleicht hätten sie das Set mit ein paar älteren Songs auflockern sollen. Den neuen Stücken merkte man live auch ganz deutlich an das sie für drei Gitarren geschrieben wurden. Das bedeutete gerade für Janick mehr Soli spielen und weniger hampeln. Für die die´s immer noch nicht glauben: Herr Gers ist ein ausgezeichneter Gitarrist. Hier konnte man sich davon überzeugen. Direkt nach “The legacy” gab´s mit “Fear of the dark” bekanntere Töne zu hören. Plötzlich drehte das komplette Publikum total durch. Auch die Band wirkte plötzlich viel wilder. Und das nach 70 Minuten “AMOLAD”. Hut ab! Als ersten Abschluß musste natürlich noch “Iron Maiden” gespielt werden. Hier entstieg Eddie zum Schluss einem riesigen Panzer der plötzlich hinter dem Schlagzeug auftauchte. Genial!
Als Zugabe spendierten die Jungfrauen noch “2 minutes to midnight”, “The evil that men do” und das göttliche “Hallowed be thy name”. Bei “The evil…” stolzierte nochmal ein mit MG bewaffneter Rieseneddie über die Bühne. Besonders cool waren auch die Suchscheinwerfer die auf beiden Bühnenseiten angebracht waren. Bruce konnte damit z.B. die Hallenränge ausleuchten und die Leute somit zum aufstehen auffordern, nur um dann cool festzustellen das die faulen Ärsche auch Beine haben.
Nach dem Konzert traten wir die Heimreise in der Gewissheit an, das Maiden auch an einem schlechten Tag noch jede andere Band auf diesem Planeten an die Wand spielen würden.
Danke für einen unvergesslichen Abend. UP THE IRONS!!!

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