

Ein gutes Konzert…
Das ist wie richtig guter Sex. Es war erst dann richtig gut, wenn anschließend der Nachbar eine Zigarette benötigt.
ASP - Horror Vacui Tour 2008
Es war wieder einmal soweit, ASP aus Frankfurt hatten nach Frankfurt geladen, um in der Batschkapp einen Gig zu Ihrem Best Of „Horror Vacui“ vom Stapel zu lassen.
Das es voll werden würde konnte man schon vorher erahnen und bei einer Band von diesem Kaliber war auch nichts anderes zu erwarten.
Doch was ich diesmal erleben durfte übertraf alles. Eine riesige Schlange die einmal vom Eingang komplett um das Gebäude herum, an der Elfer-bar vorbei ging. Anscheinend wollte jeder ASP Fan im ganzen Frankfurter Raum dieses Konzert besuchen. Aber nach einer guten Stunde des wartens und frierens waren wir wieder in unserer vertrauten Umgebung, der Batschkapp.
Vorprogramm - Lahannya
Für das Vorprogramm hat sich ASP diesmal die Band Lahannya mit on board geholt.
Zu bekannten Gesichtern wie Lutz von Umbra et Imago gesellte sich eine sichtlich attraktive und ebenso talentierte Junge Dame.
Das komplette Programm von Lahannya war gut, stimmungsvoll und sehr professionell vorgetragen. Aber bei einem Vorprogramm für ASP auch nicht anders zu erwarten. Die Frankfurter schaffen es immer wieder sich wirklich gute Bands als Support zu sichern. Schöne Beats, harte Drumms, eine gute Portion Gitarre und der herrliche Gesang. Was will man mehr?
Richtig, der Hauptact muss auf die Bühne. Aber vorher erstmal kurz 20 min. Umbaupause.
Hauptact – ASP
Das Licht wird langsam dunkel, die Nebenmusik verklingt und ein Intro ist zu hören. Der ASP Fan erkennt hier natürlich den weltbesten Opener „Welcome“.
„I welcome you here in my dreams“
Wie kann man ein Konzert besser beginnen. Doch das wirklich besondere an diesem Abend war die grandiose Lightshow. Der Frontmann und Sänger ASP wirkte in manchen Lichteinstellungen wie der sympathische Film-Superschurke von nebenan. Sehr theatralisch.
Die Setliste lies kaum Wünsche offen. Von Krabat über Stille der Nach bis hin zu Sarah war ziemlich alles geboten was die Band berühmt, bekannt und berüchtigt gemacht hat.
Und ASP haben eins wiedermal bewiesen, sie sind wahre Rocker und eine der besten deutschen Live-Bands. Die Freude beim spielen, welche man den Bandmitgliedern im Gesicht ablesen konnte, die Emotionen die das Publikum in Richtung Bühne brachten und so vieles mehr. Kaum einer im Publikum der Texte nicht mitsingen konnte, noch weniger die nicht mit tanzten und noch weniger die mit Beifall die Songs unterstützen. Die Band hat an diesem Abend alles gegeben und das Publikum hat sie spüren lassen wie sehr jeder dieses Heimspiel genossen hat.
Eine besondere Überraschung hatte ASP dann doch noch in petto. Zu seinem Hit “Nie mehr” holte er sich tatkräftige Unterstützung von Lahannya auf die Bühne. Ein wahnsinniges Duett voller Doppeldeutigkeiten und Anzüglichkeiten.
Nun, nach gut 60 Minuten hatte ich schon das erste geplante Ende des Konzertes erwartet, doch weit gefehlt. Nach knapp 95 min. gab es das erste geplante Ende. Darauf folgten noch 6 weiter Zugaben.
Also wurden hier wiedereinmal gute 120 (!) Minuten Unterhaltung pur von einer Band die es versteht den Massen einzuheizen.
Playliste (ohne richtige Reihenfolge):
- Welcome
- How far would you go?
- Weltunter
- Dancing
- Sing Child
- Kokon
- Demon Love
- Lykantrophie
- Duett
- Werben
- Schwarzen Schmetterling
- Die Ballade vom Schwarzen Schmetterling
- Finger weg, Finger
- Und wir tanzten
- Ich will brennen
- Schwarz
- Schwarzes Blut
- Sanctus Benedictus
- Ich bin ein wahrer Satan
- Krabat
- Nie mehr
- Sahra
Abschließend bleibt festzuhalten das für einen Preis von 25€ etwas geboten bekommt das seines gleichen sucht. Eine sehr gelungene Song Auswahl (wiedereinmal fehlte Die Ballade von der Erweckung) die wirklich kaum Wünsche offen gelassen hat, ein unglaublich guter Sound, eine sehr gut gelaunte Band, welche auch diesmal wieder für Fotos und Autogramme zu haben war, und ein restlos begeistertes Publikum.