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AMON AMARTH - Kaufbeuren (18.11.06)

AMON AMARTH + WINTERSUN + TYR
All Kart Halle Kaufbeuren

Die Wikinger riefen und die Massen ströhmten herbei! Diese Tour könnte durchaus als Beweis dienen das Amon Amarth endgütig in der ersten Liga angekommen sind.

Der Weg von den Faröer Inseln bis in die erste Liga ist, nicht nur im Fussball, ein weiter. Zu schunkelig und wenig variabel tönt das Songmaterial der TYRe. Auch die Stimme von Sänger Heri kann mich nicht überzeugen. Klingt mir irgendwie zu eintönig. Der Coversong “The wild rover” markiert dann eindeutig den Tiefpunkt. Immerhin basiert “An der Nordseeküste” von Klaus & Klaus auf dem selben Lied, und diese Assoziation ist für Metallerohren schon schlimm genug.

Nach einer kurzen Pause ging die Wintersonne über der Kart Halle auf. Die Finnen hatten zwar zu Beginn leichte Soundprobleme machten dies aber durch viel Spielfreude wett. Jari und seine Sidekicks schaffen es tatsächlich die komplexen Songs wie von CD zu spielen. Auch die verschiedenen Stimmlagen machen Jari keine Probleme. Natürlich muss man das Wintersun Album schon ein paar mal gehört haben um den Auftritt komplett geniesen zu können. War in Kaufbeuren aber anscheinend der Fall, wenn man sich den regen Zuspruch des Publikums so ansah. Ich bin bestimmt nicht der allein wenn ich sage das ich mich jetzt umso mehr auf die nächste Scheibe freue. Ob Jari da auch wieder alles (bis auf´s Drumming) selber macht?

Bei Amon weiß man was man bekommt. Hier braucht man nicht viel Show oder aufwändige Bühnenaufbauten. Bärte, Trinkhörner und kräftige Kerle (oben ohne) und natürlich die Songs. Hier liegt der Schwerpunkt da wo er liegen sollte: Auf der Musik. Und die hat es in sich. So ein buntgemischtes, breites Publikum kann sich schliesslich nicht irren. Irgendetwas machen die Nordmannen anscheinend verdammt richtig. Die Halle stand jedenfalls ab dem Opener “Valhall awaits me” Kopf und lies sich bereitwillig plattwaltzen. Natürlich lag der Schwerpunkt der Setlist auf dem aktuellen Album “With oden on our side”. Ergänzt durch Pflichtnummern wie “Fate of norns”, “Versus the world” oder selbstverständlich “Death in fire”. Überraschungen bleiben da leider weitgehend aus. Es sei den man wertet “Once sent from the golden hall” und das in deutsch vorgetragene “Siegreicher March” (Victorious march) als solche.
Bleibt mir nur, den Wikingern, zu einem gelungenen Konzert zu gratulieren. Sie haben es auf jeden Fall geschafft, das Publikum nicht eine Sekunde zu verlieren, und die Stimmung auf einem sehr hohen Level zu halten. Das schaffen nicht viele Bands.

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