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PALACE - Interview mit Jason Mathias

Unser letztes Interview datiert aus dem Jahr 2006. Damals hast Du gesagt, dass darauf folgende Jahr eine Art Denkpause unterbrochen mit ein paar Konzerten sein soll. Ist „Divine Intervention“ das Ergebnis dieser quasi schöpferischen Erholungsphase?

JM: Genauso ist es! Exakt auf den Punkt gebracht. Viele Konzerte, viele Leute kennen gelernt, es waren sehr einflussreiche 2 Jahre, die auch ein wenig anstrengend waren. Was in den letzten Jahren etwas verbummelt wurde, was persönliche Kontakte und dergleichen mehr betrifft, wurde in dieser Zeit nachgeholt. Ich denke auch, dass jetzt viel mehr wissen, wer wir sind. Alles in allem kann eine positive Bilanz gezogen werden.

Der Name „Palace“ ist jetzt für viele geläufiger, resultiert denn daraus, dass ihr jetzt viel besser wisst, wer ihr als Band seid?

JM: Genau das hat sich seit dem letzten Interview deutlich gefestigt. Das entsprechende Ergebnis in Form der neuen CD hast du vorliegen.

5 CDs sind insgesamt erschienen, wobei „Machine Evolution“ praktisch die Einleitung der musikalischen Festigung war. Ein Prozess, der im Prinzip nie abgeschlossen ist, weil jede Veröffentlichung gewisse Elemente enthielt, die auf die mögliche Entwicklung der neuesten Cd schließen lies.

JM: Ich stehe als Musiker da natürlich außen vor, weil eine objektive Selbstbeurteilung natürlich sehr schwer ist. Der kleinste gemeinsame Nenner aller Veröffentlichungen ist unsere „teutonische“ Art.

Warum soll eine Band aus deutschen Landen wie eine amerikanische klingen? Ein gewisses Lokalkolorit ist durchaus keine Schande

JM: Daraus machen wir keinen Hehl, warum nicht ein solches Trademark? Das unser Sänger etwas eigentlich singt, ist dann ein weiteres Erkennungsmerkmal.

Ich wäre zufrieden gewesen, wäre die aktuelle CD im Fahrwasser von „Black Sun“ daher geschwommen. Das „Machine Evolution“ mehr Metal enthält, als alle bisherigen Veröffentlichungen, damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet.

JM: Das war auch der erste Eindruck von STF. Die seinerzeit in den Infozetteln verwandte „Old School Metal“ Bezeichnung wurde für ein und alle Zeiten beerdigt, weil hier in eine komplett verkehrte Richtung gedacht wurde, mit der wir nun wirklich nichts am Hut haben.

Wurden bei den vorherigen CDs die Texte eher belächelt, dürfte das bei denen der neuen CD wohl eher nicht der Fall sein. Irre ich mich oder gibt es zwischen den Texten und der Musik einen direkten Zusammenhang?

JM: In die Texte sind viele persönliche Erfahrungen mit eingeflossen, dass wir viel unterwegs waren, spielt da sicherlich auch eine Rolle. Für uns als Band, die wir quasi aus der Garage gekommen sind, gab es da viele Erlebnisse, die irgendwie verarbeitet werden mussten. Jede Region in der wir gespielt hatten, hatte ihr spezielles Publikum, da gab es dann entsprechende Erfahrungen unterschiedlicher Art.

Lass` mich noch mal kurz bei den Texten leiben. Düstere Zukunftsvisionen, Big Brother is watching you im Allgemeinen, obskure Zukunftsaussichten, alles in allem keine farbenfrohe Welt.

JM: Unser Sänger ist wenn auch nur als Hobby Futurologe(hörte sich auf dem Band allerdings auch wie Ufologe an, der Verf.). Da gibt es durchaus Zusammenhänge, die er eher kritisch sieht, das Internet sei als Beispiel genannt. Vieles von dem, was er vor Jahren gesagt hat, erschien uns erstmal als Zukunftsmusik und hat sich dann doch schneller bewahrheitet, als allgemein angenommen. So was findet dann seinen Niederschlag in den Texten.

Wie ist das Coverartwork entstanden? Auch hier sehe ich wieder einen Zusammenhang zu den Texten.

JM: Es gibt einen Deal mit STF, der besagt, dass wir den Titelsong oder den Titel, den wir persönlich für am besten gelungen ansehen, vorbeischicken. Im aktuellen Fall war es „Generation PSI Forces“, das als Grundlage für das Cover diente. Diesen Entwurf habe ich dann zugeschickt bekommen, für gut befunden und das war es dann.

Die berühmten letzten Worte

Bleib immer du selbst!

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