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X-WILD - Savageland

Line up:

  • Jens Becker - Bass
  • Axel Morgan - Guitars
  • Frank Knight - Vocals
  • Frank Ulrich - Drums

    Die Geschichte dürfte bekann sein: Nachdem Running Wild Chef Rolf Kasparek seine gesamte Mannschaft hinausgeworfen hat, gründen jene, darunter Jens Becker (jetzt Grave Digger) und Axel Morgan, zusammen mit Frank Ulrich (dr.) und Frank Knight (voc.) die ?Konkurrenzband? X-WILD. Doch nicht nur der Name hat was gewisses von oben genannter Band, die Musik schlägt in eine ähnliche Kerbe.

    Nach einem völlig überflüssigen und noch dazu viel zu langem Intro geht es mit ?Braveheart? zum ersten Mal in die vollen. Und…hey, das Riff könnte doch gleich von Running Wild sein. Der Songaufbau ebenso, die Gesangsmelodie auch. Nun, wer die zwei Vorgängeralben ?So what? und ?The monster effect? kennt, für den ist das nichts neues, für alle, welche X-Wild hier das erste Mal hören, werden die Parallelen zu Running Wild vielleicht ein wenig zu krass wirken. Der Song rockt, keine Frage, als Opener sicherlich nicht verkehrt. Das folgende Titelstück könnte eigentlich auch auf der ?Pile of Skulls? drauf sein. Schön schnittige Gitarrenläufe, hämmernde Doublebass und eben die raue, ausdrucksstarke Stimme von Knight ? das Konzept geht auf. Der Song ist sicherlich einer der stärksten auf der Platte und sticht mit einem coolen Refrain heraus. Und es geht munter weiter. ?Born for war? hat den ersten Ohrwurmrefrain der CD, ?Murder in thy name? ist wieder eine flotte Nummer. Und dann folgt ein Stück, welches völlig aus der Reihe fällt: ?Children of the Underground? ist sehr düster, schleppend und mit einem Chor aus Kindern vorgetragen. Außergewöhnlich aber dadurch nicht minder gut. Eben mal was anderes. Mit ?Dragonlair? und ?Die like a man? gibt es Standard-metalkost. Die zwei, in meinen Augen, absoluten Übersongs, sind jedoch ?Field of Blackbirds? und ?Hunting the Damned?. Beide Songs sind sehr schleppend und überzeugen durch eine sehr melodiöse Gesangslinie und echte Gänsehautrefrains. Für mich das Beste, was das Album zu bieten hat. Mit ?Chaos Ends? findet das dritte X-Wild Album ein fulminantes Ende. Ein ebenfalls sehr starker Song!

    ?Savageland? ist, wie man im Booklet erklärt bekommt, ein Konzeptalbum, textlich bauen die Songs aufeinander auf. Aber natürlich sind sie völlig unabhängig voneinander hörbar! Unterm Strich bleibt ein starkes Metalalbum, dem seine Parallelen zu einer gewissen anderen Band mit ?Wild? nicht wegzudiskutieren sind. Nun, dem Aufdruck auf der Rückseite der CD-Hülle werden die Jungs jedenfalls gerecht ? 64 Min Pure Heavy Metal!

  • Rating: ★★★★☆

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