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VOYAGER - Univers

2007 Dockyard 1
11 Tracks (46:32)

Eine wirklich interessante Band ist die in Australien beheimatete Melodic-Metal-Band VOYAGER. Denn die Bandmitglieder kommen aus den verschiedensten Ländern. Sänger und Keyboarder Daniel Estrin kommt aus Deutschland, Schlagzeuger Mark Boeijen aus den Niederlanden, Simone Dow, verantwortlich für die Gitarrenarbeit, aus Schottland, der zweite Gitarrist Mark Devattimo und Bassistin Melissa Fiocco aus Italien. Stellt sich nur die Frage, ob die Band jetzt zusammen in Australien lebt? Keine Ahnung, ist aber auch nicht wirklich wichtig. Denn essentiell ist die Mucke, die das Quintett verarbeitet. Diese lässt sich im groben eigentlich mit dem Begriff Melodic Metal abspeisen. Die Band jedoch auf diese eine Musikrichtung zu limitieren, wäre nicht gerecht.

Vielmehr greift die Band auf die verschiedensten Arten des Metal zurück. Melodic Metal, Power, Prog, ein wenig Melodic Death („Higher Existence“) und jede Menge poppige Anleihen. Nein, keine Sorge, die poppigen Einflüsse sind lediglich aufgrund der weichen Melodien zu finden, Dieter Bohlen taucht hier nicht auf!

Etwas störend an „Univers“ ist die Tatsache, dass der Sound keinerlei Ecken und Kanten aufweist. Klar, Melodic Metal ist nicht gerade bekannt dafür, dass gerotzt wird oder heftige Gitarrenattacken vollzogen werden. Dennoch, ein paar Gänge härter würde der Band mehr als gut zu Gesicht stehen.

Vom reinen Instrumentalen Inhalt kann sich die Combo im internationalen Vergleich mit Größen messen lassen, keine Frage. Hier sind wohl ausgebildete Musiker am Start, die scheinbar schon recht lange mit ihren Instrumenten verkehren. Auch Sänger Daniel Estrin, der stimmlich hervorragend zur Mucke passt, weiß Akzente zu setzen. Zwar hat der gute Mann keine außerordentlich markante Stimme, dennoch, er setzt sie variabel und dermaßen gekonnt ein, dass sie schon wieder etwas besonderes ist.

Als Anspieltipps seien an dieser Stelle „Higher Existence“, „Deep Weeds“ (traumhaft), „Everwaiting“, „Sober“, „What I Need“ und „White Shadow“ (coole, treibende Riffs mit einem Ausflug zum Black Metal) genannt.

Fans des Progressiven Metals alá KENZINER, ANGRA oder LABYRINTH können sich hier ebenso angesprochen fühlen wie Anhänger von EVERGREY, CHASTAIN oder SONATA ARCTICA. Antesten!

Rating: ★★★½☆

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