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STEELRAISER - Race Of Steel

Pure Steel Records
2008

“Keep It True!” heisst es am kommenden Wochenende schon zum zehnten Mal in Lauda-Königshofen. Die italienische Combo STEELRAISER hat diese Aufforderung sehr ernst genommen. Die von ex-NOBLE SAVAGE-Frontmann Alfonso Giordano erst vor zwei Jahren ins Leben gerufene Formation hat eine Deal bei der deutschen Edelstahlschmiede Pure Steel Records unterzeichnet und ihr Debüt-Album “Race Of Steel” genannt. Mehr “Steel” geht nun wirklich nicht! Entsprechend klingt auch die richtig gut abgehende Musik: Hier treffen sich rasiermesserscharfe Riff-Attacken, eine schön raue Metal-Sirene, die auch mit hohen Screams zu hantieren weiß, und ein stilsicheres Gespür für mal pfeilschnelles, mal episch stampfendes Kompositionshandwerk der guten alten Schule. Natürlich bedienen sich STEELRAISER dabei oft und gerne bei den Protagonisten dieses Sounds, die da heißen JUDAS PRIEST und ACCEPT. Doch dabei kommen sie so authentisch, leidenschaftlich und spielfreudig rüber, dass man ihnen zumindest als Anhänger klassischer Metal-Klänge gar nicht böse sein kann.

Das Eröffnungsduo ‘Ride the fire’ und ‘Race of steel’ verneigt sich gleich ganz tief vor Halford, Tipton und Konsorten, zieht alle metallischen Register und zwingt einen förmlich dazu, die Faust gen Himmel zu recken und die Rübe zu schütteln. Der Chorus des Uptempo-Krachers ‘Ride the fire’ ist gleich ein “Bull’s Eye”-Treffer. Ebenfalls klasse sind die stimmungsvolle Hymne ‘Dragon battalion’ und der ziemlich nach den Solinger Stahlkochern um Udo Dirkschneider klingenden Abrissbirne ‘Rising into the night’. Die schleppenden Nummern ‘Princess of Babylon’ und ‘The night’ dagegen sagen mir persönlich nicht so zu, weil sie allzu einfach aufgebaut sind und Alfonso bei den getrageneren Tracks stimmlich ein bisschen überfordert wirkt. Die Highlights der zweiten Halbzeit sind dann das aufbrausende, dezent in Richtung VIRGN STEELE schielende ‘Gloria perpetua’ und die ordentlich Druck machende ‘Painkiller’-Hommage ‘Gears Of war’.

Somit ist STEELRAISER ein wirklich hörenswerter Einstand gelungen, ein Album an dem Ultra-Traditionalisten mit Sicherheit ihre Freude haben werden. Was die Truppe noch braucht, ist etwas mehr Konstanz in Sachen Songwriting, denn “Race of steel” enthält neben den genannten bärenstarken Komposition auch noch einiges an Durchschnittsware. Somit gibt es noch Raum für eine Steigerung auf dem zweiten Longplayer. Doch das sollte die Zielgruppe nicht davon abhalten, auch hier schon mal ein Ohr zu riskieren.

Rating: ★★★½☆

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