

2007 Napalm Records
13 Tracks (50:11)
Mittlerweile gibt es ja eine kaum noch zu überblickende Zahl von Bands, die sich dem Mittelalter und dessen musikalischen Einfluss verschriehen haben. IN EXTREMO, SUBWAY TO SALLY, LETZTE INSTANZ, SCHANDMAUL und Co. bilden zwar immer noch die Speerspitze, doch Charterfolge weiterer Acts beweisen, dass hier noch genug Potential vorhanden ist.
SALTATIO MORTIS konnten mit dem letzen Album „Des Henkers König“ ebenfalls die deutschen Charts auf Platz 54 erklimmen. Und das ist gar nicht verwunderlich. Die Band, die eine Menge Musiker beherbergt, hat sich stetig weiterentwickelt und schöpft nun endlich auch etwas vom Ruhm ab.
Und das zu Recht! Denn auch auf „Aus der Asche“ präsentieren und die holden Spielmänner knackige und eingängige Mittelalter-Rock-Epen, die scheinbar über alles erhaben sind. Nehmen wir das flotte „Sieben Raben“, die Hymne „Spielmannsschwur“, „Koma“, „Tod und Teufel“, das mitreißende „Worte“ oder „Kelch des Lebens“. Die Stücke bringen es auf den Punkt, sind eingängig und doch abwechslungsreich und wirken nie festgefahren. Es scheint, als ob der Quell der Kreativität trotz des Ausscheiden dreier langjähriger Mitstreiter nicht versieben wird. Oder vielleicht wirkt sich gerade dieser Ausstieg wie ein Schub auf die restlichen Bandmitglieder aus. Man kann nur spekulieren.
Auch stimmlich hat sich einiges getan. Alea der Bescheidene entwickelt sich immer mehr zu einer richtigen Rockröhre, was den Songs sehr gut zu Gesicht steht.
Man sollte sich die Combo auch unbedingt mal live anschauen. Mich würde interessieren, ob die Spielmänner ihre Musik auf der Bühne genauso packend gestalten können. Und wenn das Set aus vielen Songs von „Aus der Asche“ gespickt ist, dann wird es ein schöner Abend.
Rating: 



