

Bad Land Records
2008
Totgesagte leben länger! Vor allen Dingen machen sie sich lautstark bemerkbar. Kaum zu glauben, aber wahr, Red to Grey sind immer noch oder wieder putzmunter wie seinerzeit, anno 2001, als das offizielle Debüt „Wrath of the weak“ überall positive Resonanzen bekam. Innerhalb von 10 Jahren ganze drei CDs, dass ist sicherlich nicht viel und warum es geschlagene 7 Jahre dauerte, bis „Admissions“ zur Veröffentlichung kam, muss noch gesondert geklärt werden. Lediglich auf einer Position verändert, geht die gleiche Mannschaft an den Start, was schon mal für musikalische Kontinuität sorgen könnte. Vorsicht ist besser als hinterher ärgern und deswegen diese etwas pessimistische Formulierung. Können RTG mit der neuen CD nahtlos an den Vorläufer anknüpfen oder ist das ganze nur aus einer Bierlaune heraus entstanden?
Es gibt wohl kaum eine Band, die Jahr um Jahr unzählige Titel einspielt, verwirft, neu konzipiert und dann den großen Wurf landet. Das kann nicht geplant werden. Sicherlich haben RTG über die Jahre nicht nur im Proberaum die Instrumente entstaubt, das eine oder andere Liedchen gespielt, dafür klingen die 9 Titel zuzüglich der üblichen Einleitung zu durchdacht und sehr professionell. Ganz einfach wäre es, den Kauf von „Admissions“ all denen zu empfehlen, die schon die vorherigen Veröffentlichungen daheim haben. Enttäuscht wird keiner, eher das Gegenteil. Allerdings dürften die Rotgrauen für viele absolutes Neuland sein und die sollten das bisherige Programm inklusive der neuen CD kaufen. Vorausetzung ist lediglich, dass ihr eurem Gefühl vertraut und nicht dem, was in den bunten gedruckten mit viel Anzeigengeld finanzierten monatlich erscheinenden Marktführenden Magazinen an Unfug verzapft wird. Es gibt da ein Review, über dessen mangelnde Auseinandersetzung mit dieser CD ich mehr als geärgert habe. Sollte euer Herz im Takt von Thrash a la Overkill oder Nasty Savage schlagen, die frühen Brainstorm oder Pers(z)onal War zu euren Favoriten gehören, dann dürfte „Admissions“ das richtige Freudenfeier für die kälter werdende Jahreszeit sein. Argumente, die dafür sprechen gibt es genug und eventuelle Einschränkungen konnte ich nicht entdecken. Seien es der Titelsong, dass an die besseren Zeiten von Overkill erinnernde „Free“, „The armour piercing dread“(irgendwo zwischen Nevermore und Cage), „Sweet suffering“(US Power Metal in Reinkultur lustvoll gepaart mit Thrash der alten Schule), hier läuft alles rund. Alle Titel sind gut aufeinander abgestimmt, hier wirkt nichts gekünstelt oder aufgesetzt. Eine druckvolle Produktion gibt es noch als Zugabe. Mehr geht kaum noch! Bleibt nur der Wunsch, nicht wieder so lange auf eine neue Veröffentlichung warten zu müssen. Die Szene braucht Bands wie Red to Grey und das dauerhaft!
Rating: 



