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POISONBLACK - Lust Stained Despair

2006
Century Media
Line-Up:
Ville Laihiala - Vocals, Lead guitar
Tarmo Kanerva - Drums
Marco Sneck - Keyboards
Antti Remes - Bass
Janne Markus - Guitar

Vom Label und großen Teilen der Metalpresse als Sentenced Nachfolger ins Rennen geschickt, wird man Ville und seinen Jungs nicht ganz gerecht. Ist natürlich auch fraglich ob der Mann das wirklich wollte. Wahrscheinlich wollte er einfach weiter Musik machen. Natürlich tut es aber sehr gut Ville wieder singen zu hören. Auf dem Vorgängeralbum Escapextasy tat dies bekanntlich Charon Fronter J.P.Leppäluoto. Auch von der Musik her gibt´s natürlich Parallelen (die waren aber auch auf dem Vorgänger schon vorhanden). Wenn man schon unbedingt vergleichen muss, fällt zuerst der modernere Gitarrensound auf. Der war bei Sentenced doch viel trockener und rotziger. Hier wirkt das alles ein bisschen gezügelter. Trotzdem gibt es aber auch hier treibende Rocker wie den Opener Nothing else remains, Rush, Hollow be my name oder Never enough. Mit dem Rausschmeiser The living dead und dem Digi-Bonus Bleeding into you werden zum Schluss tatsächlich nochmal Erinnerungen wach. Besinnliche Momente kommen mit Songs wie Pain becomes me oder Love controlled despair natürlich auch nicht zu kurz.
Bleibt als Fazit festzuhalten das man Poisonblack als eigenständige Band betrachten sollte, und dafür mit einem sehr schönen Album belohnt wird, das aber die Lücke die Sentenced hinterlassen haben nicht schliessen wird. War doch bei Sentenced die Gänsehaut dicker, der Klos im Hals grösser und Power überwältigender.

Rating: ★★★½☆

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