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2009 Metal Heaven
12 Tracks (47:08)
MÖTLEY CRÜE, CINDERELLA, POISON, NASTY IDOLS. NASTY wer? Ja, NASTY IDOLS. Diese vier Jungs aus Skandinavien versuchten Ende der 80er, Anfang der 90er noch was vom Glam-Rock-Kuchen zu erhaschen. Auf der Welle mit ordentlich Make Up und Fönfrisuren bewaffnet, könnte die Band um Sänger Andy Pierce auch tatsächlich die ein oder andere Scheibe verkaufen und machte neben der Mucke vor allem durch kleine Skandälchen auf sich aufmerksam. 1995 lösten sich die NASTY IDOLS auf, der Glam Rock war tot.
Nun, so richtig lebendig ist er aber heute auch nicht. Doch sei es drum! MÖTLEY CRÜE haben mit ihrem letzten Album ja auch bewiesen, dass diese Art von Musik nicht immer abgedroschen klingen muss. Das kann mit von “Boys Town”, dem neuen Album von NASTY IDOLS allerdings nicht wirklich behaupten. Zwar sind ansatzweise die guten, alten 80er zu erkennen und auch die Einflüsse von ALICE COOPER sind nach wie vor gegeben, doch irdendwie will der Funke nicht überspringen. Das liegt zum einen an der wenig enthusiastischen Stimme von Sänger Andy Pierce, zum anderen an den etwas lahmen Songs, die einen einfach nicht mitreißen wollen. Nummern wie “Rock Out”, “Scars For Life” oder “Evil One” haben sicherlich ihre Momente (und das gegrölte “eins, zwei, drei, vier” kommt auch cool rüber), dennoch, so richtig Arsch treten können die Jungs nicht.
Auch die Produktion hätte deutlich fetter sein können. Glam Rock darf heute ruhig mal räudig klingen oder dreckig und roh. Fehlanzeige. Der Sound ist für die Mucke zu glatt, zu differenziert und die Gitarren kommen aus ihrem Hintergrunddasein auch nicht stark zur Geltung.
Tja, schade, hab mich schon auf eine schöne Portion frischen, feurigen Schwanz Rock gefreut, bei dem sich die barbusigen Mädels entkleiden. Hier kommen jedoch höchstens die Mädels zum Zug, die schon damals alles dafür getan hätten, einmal von einem “Star” umgeben zu sein.
Rating: 



