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MYSTIC PROPHECY - Never ending

Line Up:

  • Roberto Dimitri Lia Liapakis - Vocals
  • Gus G. - Guitars
  • Martin Albrecht - Bass
  • Dennis Ekdahl - Drums

    Nun, wer das erste ?Mystic Prophecy? Album noch nicht gehört hat, der hat sicherlich nichts verpasst. Es war nicht nur die fehlende Eigenständigkeit, es war das Ganze, was nicht überzeugen konnte. Umso überraschte zeigte sich die Szene, als 2003 plötzlich der Nachfolger ?Regressus? erschien und die Magazine sich mit Lob und Preisungen überwarfen ? zurecht! ?Regressus? wurde zu eine der Powermetal-Scheiben des Jahres, fand der Freund metallischer Klänge doch alles was eine gute Metal-CD ausmacht: Mitgröhl-Refrains, messerscharfe Riffs und hämmernde Drums, sowie ein drückender Bass. Mit Songs wie ?Calling from Hell? (Killer) oder ?Sign of the cross? lieferten die Jungs echte Dampfhämmer ab. Und jetzt liegt es hier, das dritte Album. Das ?make it or break it?, wie man das dritte Schreibchen einer Band gern betitelt.

    Nach dem ersten hören machte sich bei mir Ernüchterung breit. ?Never ending? kommt nicht an die Klasse des Vorgängers heran. Es liegt nicht am Sound, der drückt und fetzt wie zuvor, es liegt auch nicht am Riffing, geändert hat sich hier ohnehin nicht viel, es liegt an…ja, an was liegt es denn nun? Es ist an sich das Gleich vorhanden wie schon bei ?Regressus?. Feine Metalriffs, schnelle Drumattacken, hymnenhafte Chöre mit Mitgröhlparts, es hat sich auf den ersten Blick nicht viel getan. Und genau das wird?s am Ende sein ? es hat sich nichts getan. Dadurch kommt bei mir während des Hörens ein gewisses Gefühl von Monotonie auf und der Sänger trägt den größten Teil dazu bei. Nicht das der gute Liapakis nicht singen könnte, dem ist bei weitem nicht so. Wie schon zuvor zeigt sich seine Stimme kräftig und powervoll, aber die Tonlage ändert er kaum. Bei hohen Gesangspassagen landet der Gute ständig auf dem gleichen Ton, was seine Gesangslinien einfach zu vorhersehbar machen. Das finde ich sehr schade, wie gesagt, Power hat der Mann in seiner Stimme.

    Im Endeffekt bleibt im Bezug auf das ?Make it or break it?-System nur zu sagen: Made it! Zwar erreicht der neuste Silberling in meinen Augen nicht die Klasse des Vorgängers, aber Mystic Prophecy liefern hier grundsoliden Metal ab, dem es durch die satte Produktion auch nicht an der nötigen Fülle und Power fehlt. Was die Songs angehen, Geschmackssache, mir sind sie einfach auf Dauer zu monoton.

  • Rating: ★★★☆☆

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