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MANOWAR - Gods of war

2007
Magic Circle Music / SPV

Nachdem die selbsternannten Kings of Metal in letzter Zeit mehr mit schlechten Liveauftritten, verschobenen Tourneen, unfreiwillig komischen Interviews und dem Versuch den Markt mit DVD´s zu überschwemmen, von sich reden machten, als mit guter Musik war die große Frage natürlich: “Packen sie´s nochmal?”. Ich war nach soviel negativer Presse sicher, das sie uns jetzt ein Hammeralbum ohne jeglichen Schnickschnack präsentieren werden. Man hat ja schliesslich einen Ruf zu verteidigen.
Die ultimativste Band der Welt spielt natürlich das ultimative Metalalbum ein. Zumindest nach eigenem Ermessen. Aber der Reihe nach:
“Overture to the hymn of the immortal warrior” ist ein reines Klassik Intro. Als Intro ok, aber muss sowas über 6 Minuten dauern?
Mit “The ascension” gibts im Anschluss gleich nochmal ein Intro das auf der “Sons of odin” Maxi auch schon vertreten war. Klassik + Märchenonkel. Spielzeit 2:30 Minuten.
Nachdem man ca.9 Minuten Intro überstanden hat darf das erste Mal gerockt werden. Und siehe da “King of Kings” ist wirklich ein starker Song, der hier aber schon mindestens seinen dritten Release erfährt.
Nach einem Song wird´s doch langsam wieder mal Zeit für ne kleine Pause, oder? Kein Problem: “Army of the dead, Part 1″ ist wieder ein ca. zweiminütiges Hörspiel.
Auch hinter “Sleipnir” könnte man zunächst ein Hörspiel vermuten. Der Märchenonkel und Hufgetrappel dient hier aber wirklich nur als Einleitung. Im weiteren Verlauf steigert sich der Song zu einer Manowar typischen Midtempohymne. Nicht schlecht.
“Loki god of fire” setzt dem sogar noch einen drauf. Ein cooler Banger der auch auf “Sign of the hammer” gepasst hätte.
Eine schöne Ballade gibt´s dann mit “Blood brothers”. Liegt irgendwo zwischen “Master of the wind” und “Courage”. Eric Adams brilliert mit super gefühlvollem Gesang.
Hinter dem Titel “Overture to odin” steckt natürlich wieder nur ein Zwischenspiel. Diesmal wieder reine Klassik und mit 3:40 Minuten deutlich zu lang.
Knapp 4 Minuten dauert dann, gleich im Anschluss “The blood of odin”. Wieder nur ein Hörspiel. Langsam fängt´s an zu nerven.
Das von der letzten Single bekannte “Sons of odin” stimmt wieder leicht versöhnlich. Hauptsächlich aber durch die hervorragende Leistung von Eric Adams. Der Endpart könnte glatt wieder als kleines Intermezzo durchgehen. Nerv!
Christopher Lee darf dann bei “Glory majesty unity” als Sprecher ran. Endlich wiedermal ein Hörspiel…
Das Titelstück “Gods of war” ist dann der Song bei dem die eingebundenen Klassikelemente am besten funktionieren. Fett, bombastisch und leider schon von der Single bekannt.
“Army of the dead, Part II” könnte auch “Lückenfüller Part 7″ heissen. Immerhin darf Eric in diesem Zwischenstück singen.
“Odin” macht die Tracklist der Maxi dann komplett. In meinen Ohren der langweiligste der “richtigen” Songs.
Die 5 Minuten von “Hymn of the immortal warriors” sind dann zum Schluss nochmal reines Pathos. Eine gute, wenn auch nicht spektakuläre Ballade mit den üblichen Hörspiel-Parts und fetten Chören.
Das mit Abstand beste Stück ist komischerweise nur als Bonus Track vertreten. “Die for Metal” ist ein cooler, altmodischer Manowar Song der stark an das Debut-Album “Battle hymns” erinnert.

Fazit: 9 normale Songs wovon 4 schon veröffentlicht waren sind schon eine magere Ausbeute. Trotz knapp 75 Minuten Spielzeit komm ich nach Abzug der Maxi Songs und der Zwischenspiele auf magere 25 Minuten neue Metalmusik. So kann man seine Fans prima verarschen, indem man 5 neue Songs auf 75 Minuten aufbläst. Und dafür brauchen die Herren 5 Jahre. Ab in´s Altenheim.
Sterben muss man dafür nicht!

Rating: ★½☆☆☆

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