

2008 Napalm Records
12 Tracks (44:10)
Es ist eigentlich immer noch kaum zu glauben, dass es sich bei LACRIMAS PROFUNDERE um eine deutsche Band handelt. Natürlich gibt es gerade in Deutschland haufenweise guter bis erstklassiger Gothic-Metal-Bands. Allerdings klingen LACRIMAS PROFUNDERE sehr international. Ob das am Star-Produzenten John Fryer (u.a. DEPECHE MODE, H.I.M.) liegt, der den Jungs erneute einen wahnsinnigen Sound verpasst hat? Oder liegt es daran, das Stimmwunder Robertor Vitacca wie eine Mischung aus Ville Valo (H.I.M.), Pete Steele (TYPE O NEGATIVE) und Fernando Ribeiro (MOONSPELL) klingt?
Zumindest spielen all diese Faktoren eine große Rolle bei LACRIMAS PROFUNDERE. Dass die Jungs in der Vergangenheit bereits international Riesenerfolge hatten, bestätigt die Arbeit der Band auf jeden Fall. Und sie haben es auch irgendwie verdient. Denn im Schatten solch mächtiger Konkurrenten (z.B. die genannten Bands) machten sie sich auf, um der Welt zu zeigen, wie gut Gothic made in Germany klingen kann.
Das neue Album “Songs For The Last View“ macht da weiter, wo “Filthy Notes For Frozen Hearts” 2006 aufhörte. 12 gelungene Hymnen, teilweise für den Weltuntergang gemacht, geben sich die Klinke in die Hand. Es wundert kaum, dass ihre Musik häufig als Sad Metal bezeichnet wurde. Aber bitte keine falschen Schlüsse ziehen, gejammert wird bei der Scheibe nicht. Vielmehr ist es der Einklang melancholischer Melodien gepaart mit dem hoffnungslosen Gesang. Die Mixtur passt einfach, die Stücke kommen auf den Punkt. Langeweile kommt nicht auf, Abwechslung zwischen schnellen und langsameren Liedern ist immer gegeben. Checkt nur mal die Stücke “Dear Amy“, “A Pearl“, “The Shadow I Once Kissed“ an. Diese Nummern sollten eigentlich schon alles sagen.
Bleibt den Jungs nur noch zu wünschen, dass sie mit „Songs For The Last View“ ebenso erfolgreich sein werden, wie sie es mit den Vorgängern waren. Das Zeug dazu hat diese Platte jedenfalls, soviel steht fest. Nun liegt es an euch…
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