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JESUS ON EXTASY - Holy Beauty

2007 Drakkar Entertainment
11 Tracks (49:29)

Was erhält man, wenn man MINISTRY, DEPECHE MODE und THE CURE auf einmal abspielt? Richtig, JESUS ON EXTASY. Ein geiler Bandname übrigens. Die sympathischen Ruhrgebietler wissen genau, wie man fette, RAMMSTEIN-mäßige Gitarrenriffs mit tanzbaren Melodien vereint, ohne dabei allzu poppig zu werden. Klar, die Musik von JESUS ON EXTASY ist ganz sicher nicht Metalparty fähig, wird dagegen aber garantiert auf jeder Gothicparty ihre Freunde finden.

Denn Hymnen wie „Assassinate Me“, „Nuclear Bitch“, Riffmonster wie „Neochrome“ (für die u.a. Alicia Vayne, ex PAIN verantwortlich ist) und das flotte „2nd Skin“ gehen ziemlich schnell in die Füße. Die songwriterische Ader ist definitiv gegeben. Doch können JESUS ON EXTASY mit der Konkurrenz mithalten? Aber hallo, da muss sich die Band gar keinen Kopf machen. Zwar ist die Stimme von Sänger Dorian Deveraux nicht unbedingt von einer besonders starken Tonlage gesegnet, dafür passt diese zu den Songs wie der berühmte Arsch auf den Eimer.

Das beweist er dann auch wieder bei den Titeltrack „Holy Beauty“, welches eins der Albumhighlights ist. Nicht von schlechten Eltern. Jedoch ist auch die Rhythmusfraktion ausgezeichnet. Die Instrumentalisten zeigen sich von ihrer äußerst professionellen Seite, ohne dabei zu sehr auf die Kacke zu hauen. JESUS ON EXTASY wissen, was sie ihrem Publikum schuldig sind. Sphärische, träumerische Klänge, ausgeklügelte Gitarrenarbeit und das gewisse Etwas. Auch für die Tanzfanatiker aud dem Gothic, Wave und Dark Wave-Folk wurde vorgesorgt. Denn „Nowhere Girl“ ist eigentlich nichts weiter als extrem dunkler Pop, der in einer malerischen Riffkulisse lebt. Schönes Stück.

Als nettes, kleines Bonus oben drauf, haben die Jungs und Mädels noch ein KMFDM Remix (mich würde interessieren, wie diese Bands aufeinander gekommen sind!) von „Assassinate Me“ gepackt. Der Remix lässt die Seele des Songs zwar heil, drückt aber schon irgendwie den KMFDM Stempel auf. Kann man haben, muss man aber nicht.

Insgesamt ist „Holy Beauty“ eine ordentliche Scheibe geworden, die ganz sicher ihre Anhänger finden wird. Ob sie mit ihrer extravaganten Mucke jedoch alle schwarzen Seelen ansprechen können bleibt abzuwarten. Wenn nicht, dann reicht noch eine Kampagne auf MTViva und die Kids werden darauf abfahren.

Rating: ★★★☆☆

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