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2007 Napalm Records
10 Tracks (36:10)
Jawoll, in guter alter SLAYER-Manier werden einem schon in den ersten Sekunden fette Thrash-Riffs um die Ohren gehauen. Meine Fresse, HURTLOCKER aus den Staaten haben ihre Hausaufgaben gemacht und eine Platte geschustert, welche die perfekte Mischung aus traditionellen und modernen Thrash darbietet.
Dabei kann man nicht wirklich sagen, dass die Band irgendwo Riffs oder Ideen geklaut hätte. Natürlich wurde auch im Thrash Metal schon mal jedes Riff geschrieben und jeder Blast-Beat gespielt. Doch spontan kommen mir als Vergleich höchstens die deutschen BLOOD RED ANGEL in den Sinn. Wobei ich nicht denke, dass deren Einfluss sich schon nach Amerika ausgebreitet hat.
Die Tracks bollern durch Raum und Zeit, der Hörer findet keine Zeit zum verschnaufen. So z.B. bei „I Am Napalm“ (ob dieser Song eine Huldigung an die Plattenfirma sein soll?), „They“, „At Last“, „Release Of Sin“ oder das geniale Titelstück „Embrace The Fall“. HURTLOCKER kennen keine Kompromisse, der Kurs wird stur beibehalten. Wem das zu viel des Guten ist, der sollte sich eine andere Kapelle suchen. Mit einer durchschnittlichen Song-Spielzeit von 3 Minuten huldigt man ebenfalls den Speerspitzen des 80er Thrashs.
Auch die Tour-Erfahrungen mit Bands wie ANTHRAX, LAMB OF GOD oder DYING FETUS scheinen der Band gut getan zu haben. Denn die fünf Jungs um Frontsau und Shouter Grant Belcher versprühen ein dermaßen großes Selbstvertrauen, dass man meinen könnte, die Band würde schon zu den ganz Großen gehören.
Ob die mangelnde Abwechslung hier als Manko hingenommen werden sollte zweifle ich an. Der ursprüngliche Thrash Metal kommt nun mal ohne Emo-Gewinsel aus und braucht auch keine Balladen. Fans des Genres sind sich dessen bewusst. Und wie gesagt, wer auf Abwechslung steht, der sollte sich schnell eine experimentellere Band suchen.
HURTLOCKER zocken einfach Thrash Metal, wie er heute klingen sollte. Nicht mehr und nicht weniger.
Rating: 



