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Allgemeine Informationen:
Stilbezeichnung: Melodic Dark Metal
Label: Demo
Spieldauer: 11:08
Internetseite: http://www.myspace.com/highrisefall
Bandbesetzung: Vocals: Daniel Gundlach
Gitarre: Olli Sattler, Daniel Baum
Bass: Fabian Schmitt
Schlagzeug: Merlin Dietermann
Keyboard: Christian Engel
Tracklist: 1. Dein Wunsch sei mir Befehl
2. Memory
3. Destiny
Bei HIGH RISE FALL handelt es sich um eine der gefühlten 300 Newcomerbands, die auf dem Legacy Festival um Aufmerksamkeit gerungen haben. Mit ihrem melodischen Sound haben sie dort durchaus einen Nerv getroffen, und nach dem Gig betreibt die Band auch fleißig Öffentlichkeitsarbeit und bringt Shirts und Demos unter die Leute.
Die drei Songs von „…from Twilight and forgotten Abyss“ sind für Demoverhältnisse ziemlich ordentlich produziert, auch wenn die Gitarren und Drums sicherlich ein bisschen mehr Biss vertragen könnten. Geboten wird Material, dass vor allem Fans von keyboardlastigem Material à la Dimmu Borgir, Cradle of Filth, aber auch Children of Bodom ansprechen dürfte, wobei die Gitarren eher Black Metal-typisch simpel gehalten werden. Der Gesang landet häufig in etwas dünnem, aber durchaus rauhen Black Metal Kreischen, immer mal wieder durch Grunzattacken durchbrochen, die allerdings noch deutlich mehr Druck brauchen. Die spoken words Passagen hingegen sind nicht nur geschickt platziert, sondern auch wirklich gut gemacht.
Zu den Songs selbst kann man sagen, dass HIGH RISE FALL durchaus schon schöne Ideen haben, allerdings häufig noch nicht so recht aus dem übermächtigen Schatten von Cradle of Filth heraustreten können. „Dein Wunsch sei mir Befehl“ schlägt gut durch und ist schön arrangiert, allerdings fehlen dem Song ein bisschen die wirklich großen Momente, um aus der Masse ähnlich gelagerter Bands herauszustechen. „Memory“ entpuppt sich schnell als recht langweilig, die Melodien sind einfach mal nicht stark genug, um wirklich überzeugen zu können. Der Mittelteil klingt ein bisschen nach Alibi, jedenfalls ist das Gitarrensolo nicht gerade zwingend.
Umso überraschender kommt DESTINY daher, bei dem die orchestralen Elemente fast komplett discoartigem Keyboardgedudel weichen müssen. Der Song geht rasant nach vorne, trotzdem bleibt den Instrumenten genug Platz zur Entfaltung, und HIGH RISE FALL erschaffen einen großartigen Spannungsaufbau, bei dem sich vor allem im Mittelteil kalte Synthies und schneidende Gitarren ergänzen. Das der Mittelteil ein wenig kurz geraten ist, ist auch der einzige Kritikpunkt. Der Song ist wirklich stark und könnte der Band den individuellen Stempel bringen, den sie so dringend benötigt.
Fazit: HIGH RISE FALL haben einige starke Ansätze, müssen aber auch noch hart arbeiten, wenn sie über den Status einer Lokalcombo hinauswachsen wollen. Und Anhänger von extremen Metal mit Keyboard sollten mal ein Ohr riskieren.