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Jedes Jahr um die selbe Zeit, also meistens im August, wird die Weihnachtszeit eingeläutet. Bei mir hat das Fest der Feste diesmal auch etwas früher begonnen und zwar im November. Der Weitsicht von Pure Steel Records, der hoffentlich auch bald ein unterschriftsreifer Vertrag folgen wird, bin ich in den Besitz, Genuss, den Blutdruckbeschleuniger und Freudenspender schlechthin in Form der neuen CD von Hellish War aus Brasilien gekommen. Lange hat es gedauert, 7 Jahre ganz genau, bis die Band aus der Region Sao Paulo(wo sonst sind Bands aus Brasilien beheimatet) sich endlich wieder lautstark bemerkbar macht. Angefangen mit den ersten musikalischen Gehversuchen von Gitarrist Vulcano anno 1986, die dann 1995 zur Gründung von HW führten, über das erste Demo 1996 zur ersten CD „Defender of metal“ verbunden mit den üblichen Besetzungswechseln hin zu Unzufriedenheiten mit dem Label, was die Veröffentlichung der aktuellen CD leider ausbremste, leicht war es für die Band nicht immer. Trotz überragender Kritiken zu ersten CD, innerhalb der Heimat und auch in Europa, blieben Hellish War damals ein Geheimtipp und werden es auch im anstehenden Jahr 2009 sein. Außer es geschieht ein Wunder und daran glaube ich ganz fest. Es kann doch nicht sein, dass eine der Referenzen im Heavy Metal, die nicht nur Klischees breittritt wie Quark sondern musikalisch überzeugende Akzente setzt, immer nur das nachsehen hat. Warum eigentlich gibt es keine Gerechtigkeit, die alle Hammerfall` s, Iron Fire, Rhapsody of Fire und wie die ganze Brut sonst noch heißt, die aus Heavy Metal cheesy Pop-Metal gemacht haben, in einem infernalischen Tsunami ihr Ende bereitet?
10 Titel, 64:35 Minuten Spielzeit ohne überflüssigen Ballast, ein sehr gutes Klangbild, sind erstmal Tatsachen, die für eine selbstproduzierende Band nicht unbedingt üblich sind und manche Kollegen aus der obersten Liga legen sich noch weniger ins Zeug. Letztendlich wichtig und alles entscheidend ist die Musik. Heavy Metal! Rein, unverfälscht, hingebungsvoll! Von der ersten Sekunde bis zum letzten Takt! „Heroes of tommorow“, die Pommesgabel in die Höhe! „Straight from hell“, schöne Grüße an Running Wild! Rock `n` Rolf fress` meine Shorts! „Die for glory“! Omen, Jag Panzer, bitte nachmachen! „Metal forever“, ist doch Ehrensache! Herrlich inspirierter Euro- Metal in bester Gamma Ray Tradition. „Son of the king“, Grave Digger haben das nachsehen. „Reasons“ ist der hörbare Beweis, dass im Gegensatz zu Blind Guardian Bombast ohne 1234 übereinander gestapelte Spuren möglich ist und Iron Maiden sich nur noch selber verwalten und hochleben lassen. „My freedom“, lebendiger, weniger steril als Symphony X, eine der wenigen überzeugenden Balladen mit Wunderkerzeneffekt. „Destroyer“, Speed Metal! Kein gepimpter Golf, `n echtes Muscle Car! „Awaken“, wacht auf es ist Zeit die Wurzeln des Heavy Metal zu entdecken und das sind nicht Sonic Syndicate, Sturm und Drang oder Bullet from my Valentine. „Beyond“, Mob Rules treibens hemmungslos mit Helloween. Die Krönung kommt diesmal nicht von einem Kaffeeröster sondern in Form des abschließenden Titelsongs. Fast 10 Minuten zelebriert die Band ihre persönliche Sternstunde, dezente orchestrale Begleitung inklusive, spielen sich Hellish War in einen Rausch, der erlebt werden muss. Ein selten gewordenes Erlebnis des Power Metal!
Bis zum 12.09. 2009 ist noch Zeit, aber dann ist beim Sword Brothers Festival erscheinen Pflicht! Geschlossen stehen wir dann alle vor der Bühne und erweisen Hellish War die Ehre, die dieser Band gebührt. Ansonsten hoffe ich inständig, dass HW nicht das gleiche Schicksal ereilt wie die Landsmänner Fates Prophecy. Die haben auch geniale CDs veröffentlicht und fast keinen hat es interessiert!
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