

2009 Napalm Records
11 Tracks (48:56)
Nach dem tragischen Tod ihrer Frontfrau Sabine Dünser im Jahre 2006 steckte die Band den Kopf nicht in den Sand, versuchte stattdessen musikalisch diesen Verlust zu verarbeiten. “Griefshire” wurde in 2006 nach dem Tod von Sabine veröffentlicht. Mit der letzten EP “Show Me The Way” konnte neben den Songs von/mit Sabine bereits die neue Sängerin Sandra Schleret (ex DREAMS OF SANITY) ihren Einstand geben, der zu dem Zeitpunkt schon nicht von schlechten Eltern war.
Auf dem neuen Album “Catharsis” präsentiert die Truppe 11 äußerst gelungene Songs, die nun allesamt mit dem Gesang von Sandra Schleret versehen sind. Und man muss auch sagen, dass sich die Dame stimmlich perfekt in das Klangbild von ELIS eingefügt hat. Natürlich haben die Erfahrungen bei DREAMS OF SANITY ihren Teil dazu beigetragen, allerdings muss man bei einer solchen Bandgeschichte auch ein sehr starkes Rückrat haben, um eventuelle Kritiker der neuen Stimme nicht zu beachten.
Doch auch musikalisch gehen ELIS auf weiterentwickelten Pfaden. Die Gothic-Anteile sind hörbar in den Hintergrund gerückt, die Band gibt sich metallischer (z.B. “Core Of Life”, “I Come Undone” oder “Mother´s Fire”), weniger verspielt sondern viel zielstrebiger, besonders bei den Songstrukturen. Die Gitarren klingen verdammt fett, die Symbiose der Instrumente ist ebenfalls klasse ausgearbeitet. Von der Produktion her bleiben keine Wünsche offen. Ein klarer Sound, allerdings nicht zu klinisch, schön differenziert.
ELIS haben ihre musikalische Melancholie überwunden und setzen die Segel, um weitere künstlerische Kontinente zu erreichen. Mit ihrer neuen Sängerin haben die Jungs ebenfalls die richtige Wahl getroffen, die sich stimmlich von ihrer Vorgängerin abzusetzen weiß, um direkte Vergleiche erst gar nicht aufkommen zu lassen.
Rating: 



