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2007 Armageddon / Soulfood
12 Tracks (47:31)
Es wird ja auch mal Zeit, dass eine Band in die Fußstapfen der mächtigen PANTERA tritt. Das fällt mir jedenfalls bei DRONE direkt ein. Okay, hier und da sind die Jungs aus Celle melodischer als die US-Götter um Dimebag Darrel (R.I.P.). Dennoch, sowohl vom Gitarrenspiel als auch vom Gesang her, kommen die Thrasher nahezu auf das unerreichbare Plateau, auf dem sich PANTERA aufhielten. Andy Claasen hat bei der Produktion ebenfalls mal wieder einen guten Job gemacht.
So kann man diesen Umstand bereits beim Opener „Theopractical“ hören. Thrash-Metal as its best! Treibende Gitarrenläufe und hämmernde Drums sind die deutlichen Merkmale des Brechers. Doch damit nicht genug, denn mit „Welcome To The Pit“ machen DRONE deutlich, dass sie wohl sehr eigenständig und charismatisch sein können. Der Track beinhaltet sowohl groovende Parts als auch absolute High-Speed-Elemente. Klasse! Um die Wette wird bei „Stampmark“ getriggert. Meine Fresse, was holen die Gitarristen da Salven aus der Klampfe. Da hilft nur noch Penaten! Gekonnt holpert Drummer Felix durch das Geäst und walzt dabei alles nieder, was nicht bei Drei auf den Bäumen ist. Wie kommt denn nur ein W.A.S.P.-Song auf die Scheibe? Ach wartet, das ist gar nicht „Chainsaw Charlie“. Fast! Denn vom Namen her ähnelt sich „Chainsaw Symphony“ doch mit dem Glam-Rock-Track. Doch nur vom Namen, denn musikalisch liegen zwischen den beiden Songs Welten. DRONE agieren hierbei auch wie eine Kettensäge. Denn sägende Riffs und Messerscharfer Gesang machen das Stück aus. Und auch „Jericho“ fetzt einem die Läppchen von den Ohren. Eine wahre Riff-Wand macht sich vor einem breit und feuert einen Schuss nach dem anderen ab. Dabei kommt jedoch der Melodie-Faktor nicht zu kurz. Sänger Moritz macht bei diesem Stück einen fantastischen Job. Mich würde interessieren, ob er das Live ebenfalls so differenziert rüberbringen kann. Das groovige „In The End“ passt vorerst so gar nicht in die Marschrichtung von DRONE. Hier haben die Jungs wahrscheinlich den Versuch gestartet, eine Radio- und Musikvideokanaltaugliche Nummer zu schreiben. Nicht schlecht, aber irgendwie unpassend. Die Welt sieht bei „High Octane“ schon wieder ganz anders aus. Kurze, knackige Riffs, cooler Chorus. Um den Groove nicht zu vergessen, wurde wohl „Intimidation“ geschrieben. Hier paaren sich die üblichen brachialen Shouts des Sängers mit melodiöseren Gesang. Schöne Mischung, die eine Garantie zum headbangen mit sich bringt. Vor allem das Gitarrensolo zum letzten Drittel des Tracks ist geil! Hört euch diesen Song auf jeden Fall an. An PRONG erinnert hingegen „Life Of Riley“, zumindest von den Bassläufen her. Diese Nummer ist vielmehr eine Mischung aus PANTERA und PRONG, verfeinert mit einer Prise ANTHRAX zu „Stomp 442“-Zeiten. Geiles Stück. Die wohl wildeste Nummer der Scheibe ist „Carnophile“. Dieses Stück ist dermaßen vertrackt, dass es einem nur beim Chorus möglich ist, die Rübe zu schütteln. Ein Schleudertrauma ist da wohl vorprogrammiert. Zum großen Finale präsentieren die Drohnen mit „One In A Million“ ihre Hardcore-Nummer. Die stampfende Rhythmusfraktion gibt hier hörbar alles, könnte mir vorstellen, dass dieser Track auch der Rausschmeißer auf Konzerten der Jungs sind wird. Krass.
DRONE spielen zeitgemäßen, aber nicht zu modernen Thrash Metal. Eigentlich ein Erfolgsrezept, denn die Old-school-Metalheads kommen voll auf ihre Kosten und die Nachwuchsthrasher müssen sich auch nicht mit einem altbackenen Sound zufrieden geben. Auch die Hardcore-Fans werden hier und da angesprochen. Was will man mehr? Richtig, also ab in den Laden und „Head-On Collusion“ kaufen.
Rating: 



