

2007
AFM
Den übergrossen Six Feet Under Stempel auf ihrer Stirn kriegen Debauchery in diesem Leben wohl nicht mehr los. Nachdem Barney und seine Jungs mit der “Graveyard classics 2″ das komplette “Back in black” Album von AC/DC coverten, kommen Debauchery nun mit einer Scheibe daher, die zwar eigene Songs enthält, die aber auch sehr stark an AC/DC angelehnt ist. Am stärksten macht sich das an einzelnen Riffs und dem Gitarrensound bemerkbar (z.B. bei “Death Metal Maniac). Ergänzend hierzu zitiert man sich selbstverständlich selbst, was das ganze vielleicht zum partytauglichsten Death Metal Album ever macht. Debauchery´s Sound geht halt direkt ins Tanzbein. Leute die Musik nur nach ihrem technischen Anspruch bewerten kriegen hier wahrscheinlich das kalte Kotzen. Den Fans war aber von vorherein klar was von “Back in blood” zu erwarten ist. Einfacher, grooviger Death Metal der wiedermal megafett von Dennis Ward (Pink Cream 69) produziert wurde. Aufgewertet wird das ganze, wie schon der Vorgänger, durch geile Gastsoli von Tom Naumann (Primal Fear / Sinner).
Der Abwechslungsreichtum vom Vorgänger “Torture pit” wird aber leider nicht erreicht. Hierzu fehlen einfach ein, zwei schnellere Stücke mehr. Ansonsten macht das Album wirklich tierisch Spass auch wenn man so manche Idee schonmal auf einem der älteren Scheiben gehört hat.
Ich frage mich nur wieviele Alben Debauchery noch mit “Selbstzitaten” füllen können. Obwohl: Das haben Running Wild oder eben AC/DC auch geschafft.
Die limitierte Erstauflage lässt übrigens jede Metalparty entgültig überkochen. Hier bekommt man folgende Coverversionen auf die Ohren: “I can´t dance” (Genesis), “Weisses Fleisch” (Rammstein), “8 days a week” (Beatles), “Heavy duty / Defenders of the faith” (Judas Priest), “Kings of metal” (Manowar), “You got me rocking” (Rolling Stones) und “War is coming” (Six Feet Under) in einer Chill-out Version. Die Songs sind, bis auf den Gesang, erstaunlich nah am Original gehalten und beweissen einen guten Musikgeschmack und einen gesunden Sinn für Humor.
Rating: 



