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DARKTHRONE - F.O.A.D.

2007
Peaceville

“…I made my own code, sold my soul to Manilla Road. Modern Metal I don´t give a fuck. Uuhh…I was raised on Rock!”
Fuck off and die! Dieser musikalische Mittelfinger zeigt in viele Richtungen. Zum einen in Richtung der Black Metal Hardliner die zum lachen in den Keller gehen, und ihrer einstigen Lieblingsband keine Veränderung zugestehen wollen, zum anderen an die von allzu sauberen Produktionen verwöhnte “Plastik Metal” Fraktion.
Von Darkthrone sollte man keine Vorsetzung ihrer alten Werke wie “Transylvanian hunger” erwarten (wozu auch, ham se ja schon gemacht) stattdessen spielen sie Musik die tief aus ihrem Herzen kommt und dreckigen, old-schooligen Metal mit den eigenen Roots vereint.
Einem Mann wie Fenris kauft man das auch zu 100% ab. In einer Zeit in der die komplette Black Metal Szene versucht hat sich gegenseitig mit “evil-sein” zu übertrumpfen war er schon open-minded und stand damals schon zu seiner Vorliebe an verschiedenster, von der Szene eigentlich verpönten Musik. So hörte er beispielsweise wärend der Albumproduktion von “Transylvanian hunger” hauptsächlich Queensryche.
Auf “F.O.A.D.” wird das deutlicher den je. Auch wenn der Vorgänger “The cult is alive” schon in diese Richtung ging. Wer diese Scheibe verstanden hat wird mit der neuen noch glücklicher werden. Moment: dürfen Black Metaller eigentlich glücklich sein? Wenn´s nach Darkthrone geht auf jeden Fall. Wer alten Metal liebt der wird die Wirkung von Songs wie “Canadian Metal” (mit Metal Screams), “The church of real Metal” oder “Raised on Rock” spüren. Der gemeine alt-Fan dürfte mit “Splitkein fever” oder “The banners of old” klar kommen, vorausgesetzt er verscharrt seine Scheuklappen im verschneiten Wald.
Im Booklett liefert Fenris noch Einkaufstipps für den gelangweilten Metalfan von heute. Hier findet man Empfehlungen wie Agent Steel, Cirith Ungol, Attacker, Manilla Road neben typischerem Stoff wie Venom, Black Sabbath, Slaughter und Mercyful Fate. Vor diesem Hintergrund versteht man das Album gleich viel besser, das fast schon wie ein Bastard aus eben diesen Einflüssen und eben dem typischen Darkthrone Sound klingt.
Jeder der behauptet Metal in irgendeiner Weise zu lieben sollte sich “F.O.A.D.” reinziehen und prüfen wie “Metal” er wirklich ist. Ansonsten: Fuck off and die !!!

Rating: ★★★★★

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