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CRYSTAL VIPER - The curse of crystal vip

2007
Karthago Records / twilight

Ein Schlachtfeld mit einem muskelbepackten Krieger auf dem Cover, ein von Sacred Steel Sirene Gerrit gesprochenes Intro. Was für ein Sound erwartet uns da wohl!? Metalcore vielleicht, oder etwa waldschratiger Black Metal!? Alles Quatsch! Die richtige Antwort lautet selbstverständlich: TRUE METAL!
Und dieser ist, wie es sich für Karthago Releases gehört, wiedermal richtig schön altmodisch gehalten. Rein optisch vermutete ich zuerst einen Re-release hinter der Scheibe, ähnlich wie bei Black Hawk (siehe auch dort). Das Debüt Album der Polen um Frontfrau Leather Wych ist aber tatsächlich brandneu. Irgendwie sind mir solche “auf-alt-gemachte” Sachen zur Zeit viel lieber als der ganze glattpolierte Power Metal ohne Ecken und Kanten. Metal statt Plastik, sozusagen.
Es fällt auf das Crystal Viper sich gerne in gehobenen Geschwindigkeitsregionen bewegen. Songs wie “Night prowler” oder “The fury (Undead)” sind wahre Speedgranaten. Bei “The last axeman” oder “City of the damned” präsentiert man einen gekonnten Mix aus Mid- und Uptempo während “Island of the silver skull” eher epische Regionen, ala Manilla Road, erforscht. Dazu schüttelt Leather Wych sich coole, einprägsame Vocallines aus dem Ärmel, die sie, zugegebenermasen, mit einem ulkigen Akzent vorträgt. Aber das haben wir bei anderen polnischen Bands ja auch schon gehört. Stimmlich würde ich die gute Frau als Mischung aus Jutta Weinhold, Leather Leone und einer etwas raueren Doro bezeichnen.
(härtere) Warlock, (schnellere) Zed Yago / Velvet Viper oder (straightere) Chastain treffen den Nagel auch musikalische ganz gut auf den Kopf.

Rating: ★★★½☆

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