

2007
Massacre
Das schöne am Metallerdasein ist, das man, als Fan dieser Musik, immerwieder positive Überraschungen erleben darf. Bestes Beispiel sind Cd´s von Bands von denen man noch nie gehört hat und demnach auch keine Ahnung hat was einen wohl musikalisch erwartet. So geschehen bei “Visions” von Concept of God die mir als Promo ohne jegliche Infos in die Hände fiel.
Also ab mit dem Teil in den Schacht und gleich beim ersten Gesangseinsatz das Aha-Erlebnis: “Die Stimme kenn ich doch!”. Sogleich schoss mir der Name Candlemass durch den Kopf (kein Wunder da deren aktuelles Album in letzter Zeit rauf und runter lief). Und richtig hier singt kein geringerer als Robert Lowe himself, und auch der Rest der Mannschaft entpuppt sich (nach neugieriger Internetrecherche) als Solitude Aeternus minus John Perez. Jetzt sei natürlich die Frage gestattet ob man solche Zweitbands wirklich braucht. Die Antwort liefert die Musik selbst.
Songs wie “Soul embrace”, oder der Opener “Past perfect” wären auch auf der aktuellen Candlemass Höhepunkte gewesen. Ihr seht schon Concept of God stehen Candlemass näher als Solitude was an der etwas kräftigeren musikalischen Ausrichtung liegt. Das Album geht zwar trotzdem noch als Doom durch, ist dabei aber nicht so depressiv und schwer wie das meiste aus dieser Richtung. Mit dem Rainbow Cover “Man on a silver mountain” zollt man zusätzlich noch seinen Wurzeln Tribut.
Robert Lowe macht mit seiner Gesangsleistung das Teil dann endgültig zum Plichtkauf das zwischen Candlemass und Solitude Aeternus ins Regal gehört. Das das Introriff bei “Visions (Nightmares)” dreist von Black Sabbath geborgt wurde übersehen wir hier mal da wahrscheinlich jede Metalband dieses Planeten schonmal bei den Urvätern gemopst hat.
Mache Leute denen ich die Scheibe vorgespielt hab fanden sie sogar besser als die letzte Candlemass. Soweit würde ich zwar nicht gehen aber verdammt nah dran ist sie auf jeden Fall.
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