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CIRCLE OF SILENCE - The supremacy of time

Respekt! Was vor drei Jahren als 2 Mann Projekt begann, sich dann zu einem stabilen Bandgefüge entwickelte, dem 2006 eine erste CD Produktion gute bis überschwängliche Kritiken bescherte, folgt nun nach diversen Konzerten im vergangenen Jahr ein mehr als „nur“ würdiger Nachfolger. Ohne das Debüt „Your own story“ herabzuwürdigen, ist „Supremacy of time“ kaum noch mit dem Erstwerk zu vergleichen. Keiner kommt ohne Fehler durchs Leben, aber nur durch diese lernt man und kann vorhandene Leistungen durchaus noch effektiver und überzeugender steigern. Ein ganz natürlicher Entwicklungsprozess und der Wille, etwas gutes soweit zu verbessern, dass daraus ein sehr gut wird, so lässt sich kurz und knapp die neue CD von COS beschreiben.
Der berühmte Schuster ist bei seinen ebenfalls sehr berühmten Leisten geblieben, hat aber gelernt die handwerklichen Fähigkeiten effektiver und punktgenauer einzusetzen. Weniger durch die Blume geschrieben heißt das ganze, Power Metal, ohne wenn und aber. 12 Titel komplett ohne Durchfallerscheinungen. Melodie und gezielt eingesetzte Härte, ohne gnadenlos brutal zu sein, filigran und dennoch fest zugreifend, dass sind COS im Jahr 2008. Titel mit Suchtfaktor 1 gibt es bis zum abwinken und deswegen ist „Supremacy of time“ mittlerweile in der Dauerrotation, egal ob im Auto, beim Kochen oder sich einfach jeder bietenden Gelegenheit sind Titel wie „No mercy“, „World of wars“ oder „Edge of clarity“ garantierte Freudenspender. Geschickt platzierte Breaks, die sich mit kristallklaren Gitarrenläufen perfekt ergänzen, ordentliches Doppelfeuer von der Schießbude, ein wuchtiges Tieftonfundament, eine ordentliche Produktion, mehr kann kaum noch verlangt werden. Beim Gesang gab es schon bei der letzten CD sehr gegensätzliche Meinungen, dem einen war` s zu aufgesetzt, dem nächsten zu wenig passend zur Musik oder was weiß ich. Was wird vom Sänger einer Power Metal Band erwartet? Italienischer Zuckerbäckerstil, dicke Hose der Marke „Metal Core“, Schwulitäten a la Marc Medlock? Besser als das, was Nick Keim aus dem Dutzend Hochkarätern macht, bekommt es keiner hin! Eben darum, weil hier der entsprechende Sänger die zu ihm passenden Titel gemäß ihres Ausdrucks und der textlichen Ausdruckskraft zielsicher singt. Weiter im Text. Meine Güte, jeder Hördurchgang offenbart noch deutlicher die Qualitäten dieser Band, die nicht nur mit Überfliegern wie „Break the order“ oder „The supremacy is time“ locker gestandenen oder besser ausgedrückt, gestrandeten Helden von anno irgendwann, die Berechtigung zum überleben in eine Sterbeurkunde umwandeln. Kauft diese CD und entscheidet, welche eurer Favoriten gegen diesen Sparringspartner den kürzeren ziehen. Auch wenn das Jahr noch nicht ganz die Hälfte erreicht hat, weiß ich eins ganz genau. Diese CD ist die Eigenproduktion des Jahres. Nicht nur eine deutliche Steigerung, sondern der absolute Wille sich dauerhaft zu etablieren und im Konzert der großen Namen mitzumischen. Ich bin begeistert!

Rating: ★★★★★

Ehrliche Userwertung:
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