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AFTER ALL - This Violent Decline

After All – This Violence Decline
2006 Dockyard 1
11 Tracks (38:41)
www.afterall.be

Yeah! Gut Ding will Weile haben, sagt man doch so, oder? Dies trifft bei unseren belgischen Freunden von AFTER ALL auf jeden Fall zu. Waren die Vorgänger Mercury Rising oder The Vernim Breed noch etwas unausgegoren, so haut einem das neue Werk This Violence Decline geradezu den Thrash-Hammer mitten in die Fresse! Die fünf sympathischen Jungs haben definitiv auf den Touren u.a. mit ANTHRAX einiges dazu gelernt und wissen jetzt, worauf es ankommt. Geile Riffs, cooler Gesang und peitschende Drums. Das alles vereint in einem genialen Wurf! Bereits der Opener „Frozen Skin“ zeigt die Marschrichtung, hier und da mit ein paar SLAYER-Anleihen, die dem Song ausgezeichnet zu Gesicht stehen. Der Titeltrack „Violent Decline (Drawn To The Devil)“ schlägt in die gleiche Kerbe und lädt mit seinem stampfenden Wesen zum abbangen ein. „Blackest Moon“ ist ebenfalls eine coole Nummer, die vor allem von der Leadgitarre lebt. Eine Spur langsamer beginnt „Sacraments For The Damned“. Auch hier huldigen die Jungs SLAYER, bevor es richtig kracht. Uptempo, der Hammer kreist! Nach diesem Höllenritt kracht „Without Reason“ durch die Boxen. Die einwandfreien Gitarrenläufe werden vor allem diejenigen überzeugen, die dominierende Klampfen lieben. Nach dem Instrumentalen Stück „Monolith No. 11“ folgt mit „Ruins Of Bones“ erneut eine schweißtreibende Uptempohymne. Wer auf EXODUS steht, sollte sich auf jeden Fall „To Haunt You“ anhören. AFTER ALL klingen hier wie die eben genannten Thrash Helden, jedoch ohne abzukupfern. Den Höhepunkt des Albums bildet für mich das brachiale Stück „The Harlot“, da es einfach die Komplexität der Band vereint. Melodien, knallharte Riffs, treibende Drums…so muss ein Song klingen. Den gleichen Weg schreitet auch „Blind Euphoria (2006)“, welches ein Remake des Originals aus dem Jahr 1992 von der E.P. Dusk ist. Und auch nach all den Jahren hat der Song nichts von seinem Charme verloren. Unbedingt antesten! Zum Schluss wird es etwas besinnlich. Die Halbballade „Second Time Around“ zeigt die etwas sanfteren Seiten der Band auf. Was jedoch nicht heißen soll, dass AFTER ALL zum Schluss die weiche Schiene fahren. Im Gegenteil, der Song bringt eine solche Schwermut mit sich, die einen tierisch runterzieht. Geil!
Bleibt mir nur noch zu sagen: Wer AFTER ALL bis jetzt als Band im Sinn hat, die „ganz nett“ ist, der sollte sich diesen Longplayer reinziehen! Die Jungs haben es definitiv drauf!
Rating: ★★★★☆

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